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Essstörungen


Essstörungen haben viele Formen mit einer Gemeinsamkeit: dem unangemessenen Umgang mit Essen. Sie reichen von wahllosem, zwanghaftem Verschlingen großer Nahrungsmengen bis zur totalen Verweigerung von Nahrung. Grob wird unterschieden zwischen Bulimie, Magersucht, Binge Eating Disorder und Esssucht.

Neu hinzugekommen ist die sog. Orthorexie, bei der die Fixierung auf gesunde Ernährung krankhafte  Züge einnimmt. Die Übergänge zwischen den einzelnen Störungen sind fließend.

Essstörungen beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden, sie können auch eine ernste Gefahr für Gesundheit und Leben bedeuten: Stoffwechselstörungen, Niereninsuffizienz, Mangel an lebenswichtigen Elektrolyten, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Krankheiten des Speise- und Verdauungstraktes, sämtliche Symptome von Unterernährung. In schweren Fällen können Essstörungen auch Todesursache sein.

Im Grunde handelt es sich um ein Vermeidungsverhalten: Essen oder Nichtessen dient als eine Art Ersatzbefriedigung für nicht wahrgenommene Gefühle und Bedürfnisse. Durch das Verschlingen vom Bergen an Essen oder durch zwanghaften Verzicht werden Gefühle betäubt, die nicht auszuhalten sind bzw. wird der Anschein bewahrt, alles unter Kontrolle zu haben. Das Auseinandersetzen mit der eigenen Gefühlswelt im Rahmen einer Psychotherapie bedeutet den ersten Schritt in Richtung Heilung.