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Grundhaltung des Therapeuten

Grundhaltung des Therapeuten

Aus personenzentrierter Sicht bedeutet die Therapeuten–Klienten–Beziehung in erster Linie „Hilfe zur Selbsthilfe“. Der Therapeut vertraut auf die natürlichen Entwicklungsprozesse des Klienten. Es ist wichtig für den Therapeuten, mit dem Klienten selbst nach Lösungen zu suchen und dabei auf den Klienten als Experten für sein Leben zu vertrauen. Dabei steht nicht das eigentliche Problem im Mittelpunkt des Gespräches, sondern der Klient mit seinen Gefühlen und seinem Erleben.

Die drei wichtigsten Grundsteine der personenzentrierter Haltung sind:


1. Kongruenz/Echtheit:

Dies bedeutet, dass der Therapeut sich selbst und dem Klienten gegenüber kongruent und echt ist. Er soll sich weder hinter der Therapeutenrolle verstecken noch den Klienten von oben herab betrachten. Nicht der Therapeut zeigt dem Klienten den richtigen Weg, sondern beide sind gleichberechtigt und suchen zusammen nach Lösungen. Rogers benutzt den Begriff Transparenz wenn er sagt, dass das Erleben des Therapeuten und seine Kommunikation mit dem Klienten übereinstimmen soll. Durch dieses Verhalten des Therapeuten wird er vom Klienten als echt bzw. kongruent erlebt. Dies trägt dazu bei, dass der Klient sich wohl fühlt und eher bereit ist seine Gefühle zu äußern.

2. Bedingungsfreie Wertschätzung:

Der Therapeut hat und äußert keinerlei Wertungen und Urteile über den Klienten und dessen Verhalten. Er begegnet dem Klienten in seiner ganzen Person, mit Wertschätzung. Rogers spricht in deisem Zusammenhang auch von bedingungsfreier positiver Zuwendung. Dies meint aber nicht, dass der Therapeut alles gutheißen soll, was der Klient tut oder sagt. Diese Einstellung lässt sich mit jener von Eltern ihrem Kind gegenüber vergleichen. Eltern lieben ihr Kind, auch wenn sie nicht mit jedem Verhalten einverstanden sind. Gerade in der Erziehung wird auch deutlich, welchen Schaden eine an Bedingungen gebundene Wertschätzung anrichten kann, wenn Eltern ihre Wertschätzung des Kindes etwa von dessen Leistungen oder Wohlverhalten abhängig machen.

3. Empathie:

Empathie bedeutet Einfühlung in die Erlebniswelt des Klienten. Der Therapeut versucht sich voll und ganz auf die Gefühle des Klienten einzulassen und diesen zu verstehen. Rogers spricht von innerem Bezugssystem des Klienten und meint damit dessen Gefühle, Gedanken und Erleben. Empathie ist wohl die größte Herausforderung der drei Merkmale, weil es weder oberflächliches Verstehen bedeutet, noch interpretierendes, kognitives Verstehen oder Mitleid. Es geht einfach nur um den Versuch, die Gefühle des Klienten nachzuvollziehen. Eine Voraussetzung für Empathie ist das aktive Zuhören, d.h. eine konzentrierte Aufmerksamkeit, auf das wirklich Gemeinte und nicht nur das Gesagte. Der Therapeut soll verstehen, was der Klient meint, soll aber nicht urteilen, interpretieren oder Rückschlüsse auf das Verhalten ziehen. Bemerkt der Klient, dass er verstanden wird, so wird er sich mehr und mehr öffnen.

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Zitat
Der Mensch wird am Du zum Ich

Martin Buber

Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.

Christian Morgenstern

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Kontakt
Katarina Batinić
Große Mohrengasse 3/12
A-1020 Wien

Tel: +43 660 8113113
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